Die Insel Capri

Capri ist schon seit langem eine Trauminsel vieler Touristen! Im deutschsprachigen Raum wurde Capri durch den berühmten Schlager von den „Caprifischern“ seit den 1950-er Jahren besonders populär. Im 19. Jahrhundert hatten sich bereits verschiedene Prominente auf der Insel angesiedelt. Die wildromantische Natur der Insel Capri, das warme Klima und nicht zuletzt die „Blaue Grotte“ üben nach wie vor eine große Anziehungskraft aus.

Die Anreise geschieht am besten über den Flughafen Neapel und eine Fähre von Neapel aus. Aber auch von Sorrent und Ischia verkehren Fähren von und nach Capri. Im Juli und August wird es am Golf von Neapel sehr heiß. Für Wanderer und Kulturreisende empfehlen sich die Sommer- und Herbstmonate auf Capri daher eher als der Hochsommer.

Sehenswürdigkeiten auf Capri

Die Insel Capri

Blick auf den Hafen von Capri

Eine der interessantesten architektonischen Sehenswürdigkeiten von Capri ist die „Villa Jovis„, ein ehemaliger Wohnsitz des römischen Kaisers Tiberius. Die Villa (eigentlich ist es ein Palast!) liegt am felsigen Abhang der Nordostecke Capris. Von dort konnten die Bewohner mit Hilfe von Signalfeuern von einem Leuchtturm Kontakt zum Festland aufnehmen. Heute sind Reste des Innenhofes des Palastes, der Thermen und von Küche und Wohnräumen zu sehen. Nördlich der Gemeinde Anacapri, im Westen der Insel, steht die „Villa San Michele“, nicht weniger interessant als der Palast! Hier lebte der schwedische Schriftsteller Axel Munthe über 50 Jahre lang. Der Besucher der Villa kann die Kunstwerke, die Munthe gesammelt hat, in einem kleinen Museum betrachten. Munthes Möbel und sein Klavier stehen noch in den Wohnräumen. Von der Terrasse der Villa kann der Besucher den Ausblick über das Meer genießen.

Die schönste Kirche auf Capri dürfte „San Michele“ in Anacapri sein. Das Gotteshaus wurde zwischen 1698 und 1719 im Barockstil erbaut und besitzt einen achteckigen Grundriss. Der Boden der Kirche wurde mit schönen Mosaiken aus Majolika-Keramik geschmückt. Capri ist katholisch geprägt. Jedoch kamen schon im 19. Jahrhundert so viele Besucher anderer Konfession auf die Insel Capri, dass eine Gruppe von Touristen sich entschloss, eine „Deutsche Evangelische Kirche“ in der Gemeinde Capri zu errichten. Im Jahr 1899 wurde die Kirche, die im neugotischen Stil errichtet wurde, eingeweiht. Die sehenswerten Jugendstilfenster des Gotteshauses wurden von der badischen Prinzessin Victoria gestiftet.

Die berühmte Blaue Grotte auf Capri

Die Naturwunder Capris ziehen nach wie vor alle Besucher in ihren Bann. Die „Blaue Grotte“ („Grotta Azzurra“) beeindruckt wohl jeden Touristen! Sie liegt an der Nordküste und ist nur per Boot zu erreichen. Die Besucher steigen dann vor der Grotte auf kleinere Boote um, die durch den schmalen Felseneingang hindurchpassen. Das Sonnenlicht, das in die Grotte eindringt, sorgt für den zauberhaften blauen Schimmer im Inneren der Höhle. Trotz ihrer Berühmtheit gilt die „Blaue Grotte“ nicht als Wahrzeichen von Capri. Wahrzeichen sind die bizarren Felsen, die vor der Südostküste aus dem Wasser ragen, die „Faraglioni“. Wer eine besonders schöne Sicht auf diese Felsengruppe haben möchte, besucht am besten die „Casa Malaparte“, den ehemaligen Wohnsitz des Schriftstellers Curzio Malaparte. Vom Garten dieses Hauses sind die Felsen gut zu sehen. Aber manche Besucher Capris leihen sich auch ein Boot aus und rudern um die Felsen herum!

Wie lässt sich nun – nach so vielen Natur- und Kulturerlebnissen – der Abend auf Capri verbringen? Verschiedene Clubs und Discos in den beiden Inselgemeinden stehen den Gästen zur Wahl, z.B. „Celeste“ in Capri und „Red Lounge“ in Anacapri. Zudem verfügen die großen Hotels über Pianobars. Auf Capri ist Langeweile ein Ding der Unmöglichkeit!