Alghero auf der Insel Sardinien

Wer nach Alghero kommt, kann sich der bewegten Geschichte dieser kleinen Küstenstadt im Nordwesten der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien kaum entziehen. Sie begegnet dem Besucher aus Schritt und Tritt. Die jahrhundertelange Herrschaft der Katalanen hat nicht nur hat nicht nur Spuren in Sprache und Kultur hinterlassen, sie spiegelt sich auch in vielen sakralen und profanen Bauten wider. Der spanische Einfluss hat zudem dazu geführt, dass der beliebte Ferienort oft „Klein-Barcelona“ genannt wird.

Korallenriviera und katalanische Hinterlassenschaften

Alghero auf der Insel Sardinien

Im Hafen von Alghero

Alghero liegt an der gleichnamigen Bucht und rund 35 Kilometer von der Universitäts- und Provinzhauptstadt Sassari entfernt. Kilometerlange Strände, aber auch einsame kleine Buchten, schroffe Steilhänge,zahlreiche historische Monumente und Naturdenkmäler prägen die Umgebung der Stadt, die heute rund 40 000 Einwohner zählt. Ein Teil der „Algheresi“ spricht noch einen katalanischen Dialekt. Der Fremdenverkehr setzte zaghaft um das Jahr 1900 ein, als das Adelshaus Savoyen die Sommerresidenz La Tronas errichten ließ. Längst ist Alghero eines der Touristenzentren Sardiniens und Herzstück der Korallenriviera.
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Seit dem 11. Jahrhundert von der genuesischen Familie Doria regiert, wurde Alghero 1353 nach langer Belagerung von den Katalanen unter Führung von Pietro D`Arborea erobert. Die neuen Machthaber zwangen die sardische Bevölkerung zur Flucht und gründeten eine katalanische Kolonie. Die Herrscher von der Iberischen Halbinsel drückten der Stadt ihren Stempel auf. Davon zeugen bis in die Gegenwart viele mittelalterliche Bauten, vor allem in der Altstadt „Alghero Catalana“, die sich über einen Felsvorsprung erstreckt und von einer massiven Mauer umgeben ist.

Kalkstein-Klippen und Neptunsgrotte auf Sardinen

Der traditionsreiche Hafen eignet sich als Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Altstadt. Sie zählt zu den architektonisch bedeutendsten auf Sardinien. Schmale Gassen und unzählige Steinstufen führen zu Piazzen, Türmen und Kirchen, etwa der Chiesa San Michele und der Kathedrale Santa Maria. Die Besucher finden ein breitgefächertes gastronomisches Angebot in Restaurants und Cafés vor. Als Souvenir ist besonders Korallenschmuck beliebt, der in vielfacher Form erhältlich ist.

Rund um Alghero gibt es nicht nur versteckte Buchten und saubere Sandstrände, zum Beispiel in nördlicher Richtung „Le Bombarde“, sondern auch eine Fülle von Sehenswürdigkeiten, die einen Ausflug lohnen. Bis 168 Meter ragen die Kalkstein-Klippen von Capo Caccia in den Himmel. Von der Spitze führen genau 656 Stufen hinunter zu einer der größten Grotten auf Sardinien, das Naturwunder Grotte Nettuno. Die begehbare Strecke der Höhle ist 2500 Meter lang. Wer den Treppenabstieg scheut, kann die Netptunsgrotte auch per Fahrgastboot erreichen. Für Touren an der Küste entlang und ins Landesinnere bieten sich auch die Stadt- und Regionalbusse sowie die eigens für den Tourismus wieder in Gang gebrachte Schmalspurbahn Tremino Verde an.